Wer bereits eine Photovoltaikanlage auf dem Dach hat oder über eine Neuanschaffung nachdenkt, stellt sich früher oder später die Frage: Lohnt sich die Nachrüstung eines Stromspeichers?

Da die Einspeisevergütung für Solarstrom im Vergleich zu den Strombezugskosten relativ gering ist, zielt das moderne Energiemanagement vor allem auf eines ab: den Eigenverbrauch maximieren. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wann sich ein Batteriespeicher rechnet und worauf Sie beim Kauf achten sollten.


Warum ein Stromspeicher den Eigenverbrauch drastisch erhöht

Ohne Speicher nutzen Sie in einem durchschnittlichen Haushalt etwa 30 % Ihres selbst erzeugten Solarstroms direkt. Den restlichen Strom speisen Sie gegen eine geringe Vergütung ins öffentliche Netz ein.

  • Mit Speicher: Ein moderner Lithium-Ionen-Speicher puffert überschüssige Energie am Tag ab. Abends und nachts bedienen Sie Ihren Strombedarf dann direkt aus der eigenen Batterie.
  • Ergebnis: Der Eigenverbrauchsanteil steigt sprunghaft auf 60 bis 80 %. Dadurch sinkt Ihre Stromrechnung spürbar.

Kosten und Wirtschaftlichkeit

Die Preise für Batteriespeicher (in der Regel zwischen 5 und 10 kWh Kapazität) sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. Je nach Größe und Qualität liegen die Kosten inklusive Installation meist zwischen 5.000 und 9.000 Euro.

  • Amortisation: Durch die Einsparungen beim teuren Netzstrom rechnet sich ein Speicher meist nach 10 bis 13 Jahren.
  • Lebensdauer: Moderne Lithium-Eisenphosphat-Speicher (LiFePO4) schaffen mühelos 6.000 bis 10.000 Ladezyklen, was einer Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren entspricht.

Fazit: Für wen lohnt sich die Nachrüstung?

Besonders wenn Ihr Stromverbrauch in die Abendstunden fällt (weil tagsüber niemand zu Hause ist), ist ein Stromspeicher die ideale Ergänzung zur PV-Anlage.

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